Text und Foto: Jürg Andrin Hermann

Wenn der Kühlschrank leer bleibt, weil das Geld nicht reicht, ist das eine grosse Sorge für von Armut betroffene Menschen, auch hier in Rapperswil-Jona. Genug zu essen haben und sich dennoch ausgewogen ernähren zu können, ist für sie, anbetracht der allgemein steigenden Kosten, ein schwieriges Unterfangen. Sie müssen beim Lebensmitteleinkauf zuerst jeden Rappen zweimal umdrehen.

Das Ess-Box-Freiwilligenteam engagiert sich für diese Menschen und gegen die Armut. Diese ist «nicht immer sichtbar» und «nicht jeder hat das Glück auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen», sagen sie. Deshalb leistet das Team praktische und pragmatische Freiwilligenarbeit. Die Freiwilligen tragen die eingekauften Lebensmittel ins Lager im EZRA. Danach werden diese in die Tragtaschen abgepackt. «Es ist mein bescheidener Beitrag zur Verbesserung ihrer Lebensqualität. Mein Ansporn mitzuhelfen », meint Astrid. «Teils werden die Tragtaschen vor Ort abgegeben. Oft müssen wir sie den Mitmenschen bringen. Ich bin froh, haben wir einen Fahrer, der uns dabei unterstützt».

Ein Projekt dieser Grössenordnung kann nur mit einem Freiwilligenteam aufgebaut und gestemmt werden. Die Freiwilligen haben sich einerseits über den in der Linth Zeitung publizierten Bericht über die Ess-Box und auch über die Plattform Benevol für die Mitarbeit gemeldet. Sara schreibt dazu: «Es ist eine sinnvolle Aufgabe, ich wollte unbedingt Teil dieses Freiwilligenteams werden und vor Ort tatkräftig mithelfen».

Monika pflichtet bei: «Wir helfen ohne grosse Umschweife». Weiter meint sie: «Es ist vielleicht ein Tropfen auf den heissen Stein, aber viele Tropfen ergeben auch ein grosse Menge.» Arzu ergänzt: «Mir ist wichtig, dass das Angebot für alle Menschen in der Stadt, unabhängig ihrer Nationalität und Religion zugänglich ist.» Damit wird unser diakonisches Engagement in der Stadt Rapperswil-Jona auch wahrgenommen.