Fastenzeit

In Rapperswil wird einmal mehr gefastet. An der Fastnacht wurde nochmal tüchtig zugelangt, doch nun ist Abstinenz angesagt. Dabei war einer der zündenden Funken der Reformation das Wurstessen in der Fastenzeit von 1522 bei Meister Froschauer in Zürich. Zwingli schrieb daraufhin die Schrift «die freie Wahl der Speisen». Ihm ging es darin nicht um die Abschaffung des Fastens, sondern um ein aufrichtiges Fasten, das nicht an besondere Zeiten gebunden war. So verstanden ist es weder säuerliche Pflicht, noch spirituelles Wellnessangebot, sondern eine Haltung, die fragt: «Was brauche ich zu einem erfüllten Leben?» «Weniger als du denkst!» lehrt uns das Fasten. Würden wir beständig danach handeln, wäre der Welt gewiss geholfen.

Text: Pfarrer Heinz Fäh | Bildquelle: Fastenwoche

«Wenn ihr aber fastet, macht kein saures Gesicht»
Matthäus 6,16

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