Adventsfeier mit «Wundertüte»

Mit wunderschönen Adventsliedern sorgte der Insieme-Chor «Wundertüte» für Weihnachtsstimmung an der «ökumenischen» Adventsfeier. Die dieses Jahr von der evangelischen Kirchgemeinde Rapperswil-Jona organisiert wurde.

Festlich gedeckte Tische mit Tannreisig, Kerzen und Mandarinen empfingen die rund 65 Seniorinnen und Senioren vergangenen Mittwochnachmittag im Evangelischen Zentrum Jona.  Julia Gloor spielte am Klavier auf und Pfarrer Hanspeter Aschmann begrüsste die Anwesenden zur Feier. Der Begriff Advent habe nicht nur mit «Ankunft» und «Erwartung» zu tun, als Vorbereitung auf das Geburtsfest Jesu an Weihnachten, sondern auch mit dem lateinischen «adventura» –  Ereignis, das da kommt. Von diesem Wort leite sich der deutsche Begriff «Abenteuer» her, im Sinne von etwas Neuem, Überraschendem. Ausgehend von dieser sprachlichen Verwandtschaft entfaltete Pfarrer Aschmann die Parallelen zwischen mittelalterlicher Gralssuche und christlicher Glaubenshoffnung.

Insieme-Chor «Wundertüte» beglückt

Mit dem Lied «Kumbaya» und einer Fahne betrat der durchgestylte Chor «Wundertüte» mit Chorleiterin Sieglinde Moos den Kirchenraum. Der Chor setzt sich aus Menschen mit einer Behinderung zusammen und hat sich den Namen selbst ausgesucht, sowie die passende Fahne dazu entworfen. Die Noten stehen für Musik, das Päckchen für das Beschenken, das Herz soll berühren und das Licht, ja das Licht tue allen gut. So erklärten die drei Chormitglieder Florian, Marco und Mario «ihre» Fahne. Julia Gloor am Klavier ist von Beruf Komponistin und Leiterin eines Kinderchors. Sie begleitete den Insieme-Chor «Wundertüte» bereits mehrmals bei einem Auftritt. Sieglinde Moos, die den Chor leitete und die ganze Aufführung moderierte, ist ebenfalls ehrenamtlich dabei. Der Kiwanis-Club baute für die Balm Stiftung vor Jahren einen Spielplatz. «So blieb ich hängen», erzählte die selbstständig Erwerbende später. Sie biete Beratungen für emotionale Kompetenz an. Mit ihrem Engagement für den Chor habe sie viel gelernt in Sachen Sozialkompetenz.  Im Sommer begleitete sie den Chor auf seiner Bodensee-Tour, wo dieser erste öffentliche Auftritte wahrnahm. Mit Liedern, Geschichten und Gedichten ging es weiter. Chorleiterin Moos erzählte vom heiligen Nikolaus, einem Mann aus Myra (Türkei), der nach dem frühen Tod seiner Eltern, sein ganzes Vermögen an die Armen verschenkte. Seit 1515 sei der Samichlaus-Brauch ein fester Bestandteil der christlichen Tradition.  Mit «Schneeflöckli» und «Leise rieselt der Schnee» knüpfte der Chor an die Erzählung an und intonierte gar das bekannte Zeller-Weihnachtslied von Paul Burkhart «Das isch de Stärn vo Bethlehem». Vom Publikum wollte Moos wissen, mit welchem Lied dieser Komponist weltberühmt wurde? Und schon schoss es hervor: «Oh mein Papa». Mit Klatschen, gemeinsamen Singen und «Amen, Amen» rundete der Chor den weihnachtlichen Anlass ab.

Organisiert wurde die Feier und die anschliessende gemütliche Runde mit frischen Lebkuchen, Kaffee und Tee von Pfarrer Hanspeter Aschmann, den Verantwortlichen aus den Ressorts Diakonie und Hauswirtschaft sowie einigen freiwilligen Mitarbeiterinnen.

Bericht und Fotos: Antoinette Lüchinger

Mit wunderschönen Adventsliedern sorgte der Insieme-Chor «Wundertüte» für Weihnachtsstimmung an der «ökumenischen» Adventsfeier. Die dieses Jahr von der evangelischen Kirchgemeinde Rapperswil-Jona organisiert wurde.

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