Kirchgemeindeversammlung genehmigt alle Geschäfte

Bild v.l.n.r.: Aurelia Wick, ehemalige Liegenschaftsverwalterin, Felix Rosenfeld, neuer Liegenschaftsverwalter, Heinrich Hatt, neuer Friedhofsverwalter und Boris Nef, ehemals Friedhofverwalter ¦ Bericht: Antoinette Lüchinger

Die Rechnung 2015 und Bilanz 2016 der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Rapperswil-Jona sowie die Baurechtsvergabe Weiden an die HSR wurden einstimmig genehmigt.

67 Kirchenbürgerinnen und -bürger fanden sich vergangenen Montagabend, im Evangelischen Zentrum Rapperswil, zur Kirchgemeindeversammlung ein. Kirchenpräsident Dr. Peter Bosshard orientierte zu Beginn kurz über den geplanten Pavillon bei der reformierten Kirche Rapperswil und kündigte für diesen Herbst eine Informationsveranstaltung an. Dort erhalten alle die Gelegenheit, ihre Anliegen und Bedenken einzubringen. Bereits 1993 kam ein entsprechendes Projekt zur Urnen-Abstimmung ohne vorgängige Orientierung und wurde prompt verworfen. Fr. 700'000.- für Projektierungskosten wurden laut Bosshard so in den Sand gesetzt. Das solle nicht wieder vorkommen.

Hoher Ertragsüberschuss und geplante Projekte

Die Rechnung 2015 und das Budget 2016 wurden von Jörg Heiniger, Finanzverwalter der Kirchgemeinde vorgestellt und einstimmig genehmigt. Es gab nicht viel zu reden. Dank höherer Steuereinnahmen resultierte ein beachtlicher Ertragsüberschuss von Fr. 542'322.06. Dieser wird gemäss genehmigtem Vorschlag zur Gewinnverteilung praktisch vollumfänglich für Rückstellungen verwendet: Zur Abzahlung von Darlehen, für Renovierungs- und Sanierungsarbeiten beim EZJ (Umgebung + Fassade), für die geplante Schalldämpfung beim Glockenturm in Jona, für ein neues Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof Rapperswil, für die neue Homepage und diverse Hilfsprojekte. Eine grössere Zuweisung in der Höhe von Fr. 72'000.- geht an die Jubiläumsstiftung. Diese dient der finanziellen Absicherung für zukünftige Aufgaben der Kirchgemeinde. Den neusten Richtlinien entsprechend wurde das Stiftungs-Reglement angepasst und genehmigt. Zurzeit verfügt die Kirchgemeinde laut Heiniger über ein schönes finanzielles Polster. Auf Empfehlung der Kirchenvorsteherschaft wurde der Steuerfuss jedoch bei 20% belassen in Anbetracht der wirtschaftlich eingetrübten Perspektiven und aufgrund laufender Kirchenaustritte, die sich in Rapperswil-Jona gemäss Bosshard allerdings in Grenzen hielten. Es gebe kein Rezept gegen die Kirchenaustritte, ausser, die Kirche noch attraktiver zu machen.

Die Bauabrechnung Evangelisches Zentrum Jona (EZJ) konnte von der GPK aufgrund noch fehlender Dokumente nicht abgenommen werden. Die Abrechnung weist allerdings laut GPK-Präsident Willy Wirth eine Kostenunterschreitung von Fr. 100'000.- aus. Liegenschaftsverwalterin Aurelia Wick orientierte über die aufwendigen Umbauarbeiten im EZJ-Foyer. Entgegen ursprünglicher Planung wurde für das neue Café eine luxuriösere Variante mit Wärmeschubladen und Kühlschrankeinbau gewählt. Das Haus habe durch den Umbau gewonnen, sei heller und ein Begegnungsort geworden. Einzig der Luftzug wurde kritisiert. Ein Luftfang ist jedoch laut Wick bereits in Planung.

Zweites Studentenheim Weiden

Die Baurechtsvergabe Weiden ging glatt über die Bühne. Die HSR benötigt für den Bau eines zweiten Studentenheims 1450m2, die für 50 Jahre im Baurecht zu Fr. 750.-/m2 vergeben werden. Der Kirchgemeinde verbleiben immer noch 3500m2. Es wäre sogar ein drittes Hauses möglich, bemerkte Bosshard. Stadtrat Thomas Furrer bedankte sich anschliessend bei der Kirchgemeinde für das gute Einvernehmen. Ein weiteres Studentenheim sei ein Meilenstein für die Stadt und trage zur Standortattraktivität bei.

Wahlen

Haupttraktandum für Bosshard waren die Wahlen. Nach längerer intensiver Suche konnte für das Ressort Liegenschaften ein Ersatz für Aurelia Wick gefunden werden in der Person von Diplomingenieur Felix Rosenfeld, der 2007-2009 bei Weidmann in der Entwicklung von Automobil-Komponenten arbeitete.

Als neuer Friedhofsverwalter stellte sich Heinrich Hatt als Ersatz für Boris Nef zur Verfügung. Heinrich Hatt hatte dieses Amt schon einmal inne und ist laut Bosshard ein richtiger Friedhof-Freak. Beide wurden einstimmig gewählt und mit einem Blumenstrauss als neue Amtsträger willkommen geheissen. Die drei externen Stiftungsräte Boris Nef, Ruth Villiger und Peter Zürrer stellten sich zur Wiederwahl und wurden einstimmig bestätigt.

Ehrungen und Verabschiedungen

Nach 26 Jahren als Friedhofsverwalter (seit 1990) wurde Boris Nef mit grossem Applaus verabschiedet. Von 2001-2006 stand er der Gemeinde ausserdem als Kirchenpräsident vor. Bosshard verdankte seinen langjährigen Einsatz und umsichtige Amtsführung. Neu werde er Heinrich Hatt als Stellvertreter zur Seite stehen. Ebenfalls mit grossem Applaus wurde Aurelia Wick nach 6 jähriger Amtszeit als Liegenschaftsverwalterin (seit Juni 2010) verabschiedet. Sie habe viel bewegt Liegenschaften verändert und verschönert und Regie geführt u.a. bei der Sanierung Pfarrhaus EZJ, Renovierung Evangelisches Zentrum Rapperswil (EZRA), Umbau EZJ etc.

Auch die beiden Musiker Martin-Ulrich Brunner, der nach 40 Dienstjahren im Juni in Pension geht und Kantor David Bertschinger, der eine neue Aufgabe in Winterthur übernimmt, wurden geehrt.

Verdankung

Stefan Krummenacher, Cevi-Leiter bedankte sich bei der Kirchgemeinde für den Kostenbeitrag von Fr. 20'000.- für den Um- und Ausbau des Schützenhauses Langmoos zum neuen Cevi-Haus. Es werde ausserdem viel ehrenamtliche Eigenleistung erbracht.

Die Kirchengemeindeversammlung endete schliesslich nach gut zwei Stunden mit einem Apéro im EZRA-Foyer.

67 Kirchenbürgerinnen und -bürger fanden sich vergangenen Montagabend, im Evangelischen Zentrum Rapperswil, zur Kirchgemeindeversammlung ein. Kirchenpräsident Dr. Peter Bosshard orientierte zu Beginn kurz über den geplanten Pavillon bei der reformierten Kirche Rapperswil und kündigte für diesen Herbst eine Informationsveranstaltung an.

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