Jesus auf seinem Weg folgen

«Wenn einer mir auf meinem Weg folgen will, verleugne er sich und nehme sein Kreuz auf sich, und so folge er mir. »
(Mk 8,34)
Am kommenden Mittwoch beginnt bereits die Passionszeit. In dieser ersten Leidensankündigung kommt deutlich zum Ausdruck, dass wir nicht versuchen sollten, das Kreuz Jesu zu tragen, denn das hat er selber getan. Und wir sollten ihm dabei auch nicht helfen wollen, denn das hat bereits Simon von Cyrene getan. Vielmehr reicht es völlig, wenn wir uns mit unserem eigenen Kreuz begnügen und ihm damit folgen. Jesus meinte damit gewiss kein
Schmuckkreuzchen und auch kein Bischofskreuz, sondern etwas, was uns gegen unseren Willen auferlegt wird, was wir nicht ändern können und was zum Bestandteil unseres Lebens geworden ist. Das kann – ähnlich wie bei
Jesus – ein falsches Urteil sein, eine Aufgabe, die uns nicht liegt, das Gefühl des Übergangen- seins, ein schwerer Schicksalsschlag, eine Krankheit, die unausweichliche Tatsache, dass auch wir einmal sterben müssen und noch vieles mehr. Alles, was unseren Willen durchkreuzt, wird und zu unserem persönlichen Kreuz. Die Bereitschaft, ein solches Kreuz zu tragen, ist so etwas wie eine bestandene Prüfung, die berechtigt, zu den Jüngern Jesu zu zählen. Ich wünsche allen dazu Kraft und Mut und auch das nötige Vertrauen! ■

Text: Pfarrer Hanspeter Aschmann
Relief: Kreuzigung von Münchenwiler, Mitte des 11. Jhts., Museum für Kunst und Geschichte, Fribourg

«Wenn einer mir auf meinem Weg folgen will, verleugne er sich und nehme sein Kreuz auf sich, und so folge er mir.»
(Mk 8,34)

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