Text und Foto: Cyril Schmitt-Martínez / Bildlegende: Teil des Konfteams 2026/27
Wir konfirmieren auch heute noch Jugendliche und begleiten sie auf dem Weg zum Erwachsenwerden und darüber hinaus. Am «Warum» hat sich gar nicht so viel verändert seit der Einführung der Konfirmation in den ersten Schweizer Kirchgemeinden im Laufe des 18. Jahrhunderts. Von Anfang an stand die Bestätigung der Kindertaufe und die Zulassung zum Abendmahl im Vordergrund, wie auch die persönliche Bestätigung des eigenen Glaubens, in einem Alter, in dem das möglich ist.
Was sich verändert hat, ist die Art und Weise, wie Jugendliche ihren Konfweg begehen. Wo früher Jugendgottesdienste und kirchlicher Glaubensunterricht durch den Pfarrer im Vordergrund standen, sind wir heute als Konfteam unterwegs, das zu grossen Teilen aus Freiwilligen besteht, die das ganze Jahr über aktiv dabei sind und so das Konfjahr entscheidend mitprägen.
So wird der Konfunterricht zunehmend zu einem Beziehungsgeschehen, bei dem nicht mehr der Frontalunterricht im Zentrum steht, sondern der Austausch und die Möglichkeit, als Gemeinschaft ein Jahr miteinander im Leben und Glauben unterwegs zu sein und hoffentlich auch darüber hinaus!
Warum konfirmieren wir heute noch junge Menschen? Weil wir fest daran glauben, dass dieses Jahr auch in der heutigen, schnelllebigen Gesellschaft seinen Platz hat und immer noch Spuren fürs ganze Leben hinterlassen und das Glaubensleben nachhaltig prägen kann. Oder um es mit den Worten eines ehemaligen Könfis zu sagen: «Das Konfjahr hat mir Gott näher gebracht, resp. bin ich Gott in diesem Jahr näher gekommen.»