Zwingli im Grossmünster und der Klosterkirche

Gleich zwei Aufführungen zeigte die Kantorei Rapperswil-Jona. Eine im Zürcher Grossmünster, die andere in der Klosterkirche Kappel am Albis. Beide waren erfolgreich.

Am 14. September führte die Kantorei Rapperswil-Jona unter der Leitung von Davide De Zotti das Oratorium «Akte Zwingli» im Grossmünster in Zürich auf. Mitgewirkt haben Daniel Camille Bentz als Tenor, Manuela Hager als Mezzosopranistin, Flötist Hans-Jürgen Hufeisen mit Instrumentalgruppe (Akkordeon, zwei Klaviere, Percussion) und Christoph Sigrist als Sprecher. Am 15. September fand eine weitere Aufführung in der Klosterkirche in Kappel statt. In den Kirchenräumen durften die Zuhörer die eindrückliche Klangfülle des Werks erleben. Chor, Solisten und Instrumentalisten sangen und musizierten präzise und jederzeit präsent.

Zwingli wirkte im Grossmünster

Das Oratorium ist eine Komposition von Hans-Jürgen Hufeisen zu einem Text von Christoph Sigrist. Am 1. Januar 1519 trat Zwingli sein Amt als Pfarrer im Grossmünster in Zürich an. Seine Zürcher Zeit und die kirchlichen Reformen werden aus Sicht seiner oft zweifelnden Frau Anna Reinhard in fiktiven Tagebucheinträgen nach Zwinglis Tod 1531 in der Schlacht von Kappel erzählt: Krieg, Pest, Bildersturm, Auseinandersetzungen mit Luther und Bibelübersetzung. Teile von grosser Dramatik aber auch wohlklingende Stücke sowie meditative Klangimprovisationen führen durch das musikalische Geschehen. Davide de Zotti meisterte die anspruchsvolle Aufgabe der Gesamtleitung mit Bravour. (eing)

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