Galadiner von Jugendlichen aus Rapperswil-Jona zugunsten von Jugendlichen in Tansania

JONA  Das Benefiz-Galadiner unter der Leitung von Diakon Matthias Bertschi feierte sein fünfjähriges Jubiläum. Evangelische Jugendliche der ersten und zweiten Oberstufe dekorierten, kochten und servierten zugunsten eines Projekts der Mission 21.

Es erstaunt nicht, dass das Benefiz-Galadiner schon Monate vor seiner Durchführung ausgebucht war. Denn wo sonst kriegt man für sechzig Franken ein erstklassiges Viergangmenü – inklusive Wein! – in einem solch gediegenen Ambiente, gekocht von Jugendlichen, die Frank Widmer, der Chefkoch des Park Hyatt Zürich höchstpersönlich anleitete? Zudem tat man nicht nur sich selber etwas Gutes, indem man köstlich ass – wenn auch vielleicht etwas zu viel –, sondern man unterstützte zugleich ein höchst sinnvolles Projekt der Mission 21 in Tansania. Und wer lässt sich nicht gern durch charmantes jugendliches Service-Personal bedienen, das am Nachmittag von Fachleuten in alle Regeln der Kunst eingeführt worden war: wo das Rotweinglas zu stehen hat und in welchem Winkel dazu das Weissweinglas platziert wird. Aber auch, dass vor dem Servieren die Hände gewaschen werden müssen, denn «wir wollen doch keine Bakterien weitergeben?», wie die junge Fachfrau erklärte, die übrigens dank ihrem Einsatz beim Galadiner vor vier Jahren auf den Geschmack kam und prompt eine Lehrstelle im Service suchte.
137 Gäste in festlichem Tenue, eine Rekordzahl, strömten um 18.00 über den roten Teppich ins Foyer und nach dem reichhaltigen Fleisch- oder Vegi-Apéro in den in dezenten Lilafarben dekorierten Kirchenraum. Dort wurden sie von jugendlichen Moderatoren mit viel Charme und Witz begrüsst, bevor die Vorspeise serviert wurde.
Das Benefiz-Galadiner gehört zum Erlebnisprogramm «Pfefferstern» der evangelischen Kirchgemeinde Rapperswil-Jona. Dieses bietet Jugendlichen der Oberstufe im Rahmen des Religionsunterrichts verschiedenste Module an, aus denen sie eine bestimmte Anzahl auswählen müssen: zum Beispiel den Thementag «Kindersoldaten – ist das gerecht?» oder eben eines der Module des Galadiners: Kochen, Servieren und Dekorieren, was 33 Jugendliche denn auch getan haben. Warum eigentlich? «Weil ich gern Kuchen backe», sagte einer der Köche, und «weil ich auch zuhause manchmal koche», eine der Köchinnen. Der Einsatz im Gastrogewerbe bereitete den Jugendlichen Freude, er brachte ihnen aber auch die Einsicht, dass Kochen und Servieren harte Knochenarbeit sind, wie das engagierte Team von Freiwilligen, die im Hintergrund ihr Fachwissen weitergaben, mit Augenzwinkern feststellte.
Im Gegensatz zu den Jugendlichen durften sich die Gäste einfach verwöhnen lassen. Der Tenor war einhellig: eine tolle Sache! So meinte einer von ihnen, er finde es wunderbar, wie so viele Beteiligte am selben Strick ziehen, um ein derart grosses Projekt zu stemmen: «Jugendliche, ihre Eltern, Freunde, unzählige Freiwillige, Sponsoren.» Zudem sei es höchst sinnvoll, da der Erlös einerseits HIV-/Aids-Erkrankten und Waisenkindern zugutekommt, andererseits für Präventionsmassnahmen und den Kampf gegen die Stigmatisierung eingesetzt wird, unter die auch die Sensibilisierung von Jugendlichen fällt. Die Moderatoren brachten es auf den Punkt: Schweizer Jugendliche setzen sich ein für Jugendliche in Tansania.

Bericht: Jahanna Krapf / Fotos: Stefan Braun

Das Benefiz-Galadiner unter der Leitung von Diakon Matthias Bertschi feierte sein fünfjähriges Jubiläum. Evangelische Jugendliche der ersten und zweiten Oberstufe dekorierten, kochten und servierten zugunsten eines Projekts der Mission 21.

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