Weihnachtsspiel mit fetzigen Liedern

Rund 70 Kinder erfreuten das zahlreiche Publikum mit dem fetzigen Weihnachtsspiel «Es Liecht i de Nacht», unter der musikalischen Leitung von Hélène Scheidegger.

Nach fünf intensiven Proben war es endlich soweit. Die Kinder aus dem Kinderprogramm der Gospel Kirche Jona, der Erlebnistage und der Katechese waren bereit für ihren grossen Auftritt. Unter der Gesamtleitung von Diakon Matthias Bertschi, der Regie von Claudia Christen, Christos Papadopoulos und der musikalischen Leitung von Hélène Scheidegger übten sie geduldig Theater, Texte und Lieder ein.

Grossmutter erzählt die Weihnachtsgeschichte

Im Mundart-Weihnachtsspiel erzählte die Grossmutter ihrer Enkeltochter Silvia die Geschichte von Maria und Josef und der Geburt des Jesuskindes in Bethlehem. Silvia erlebte die Geschichte förmlich mit. «Im ganze Gebiet ums Mittelmeer ume, händ vor 2‘000 Jahr, d’Römer regiert. Für d‘ Bevölkerig in Israel isch es en schwierigi Ziit gsii», berichtete die Grossmutter. Dann las sie aus der Bibel vor: In dieser Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott zu Maria gesandt, um ihr die Geburt eines Sohnes anzukünden – Gottessohn, den sie Jesus nennen sollte. In der zweiten Szene teilte Maria die Neuigkeit Josef mit. Der sich nicht gerade begeistert äusserte. Interessant waren auch die Zwischenszenen mit den Leuten, die ihre Zweifel hatten sowie mit der Unterhaltung zwischen Grossmutter und Silvia, die laufend die Geschichte im Spiel kommentierten. Die Beiden verstanden die Reaktion von Josef. Aber wie soll das gehen? Grossmutter schilderte wie Josef darüber nachdachte als ihm ein Engel erschien und erklärte: «Dies alles ist geschehen, damit sich erfülle, was der Herr durch die Propheten gesagt hat.» Immer wieder wurde das Spiel von mitreissenden Liedern umrahmt. So intonierten die Kinder auswendig und mit Inbrunst «En Engel chunnt vom Himmel», «bald, bald isch Wiehnacht» oder «min Gott isch so gross». Szene drei beschrieb, wie Josef und die hochschwangere Maria nach Bethlehem zogen und dort keine Herberge fanden trotz Nachfrage beim Verkehrsverein. Ein Wirt erbarmte sich und bot ihnen schliesslich einen Stall zum Übernachten an. Die fetzigen Lieder «Keine hät Platz» und «Ochs und Esel» ergänzten die Szene. Silvia erinnerte die Geschichte an die vielen Flüchtlinge, die nach Europa kommen. Und sie wunderte sich, dass Gott den beiden kein sauberes Bett anbieten liess. Das Kind kam zur Welt und die Geschichte kulminierte schliesslich mit der Hirtenszene, die das Jesuskind besuchten und nicht recht wussten, was sie als Geschenke mitbringen sollten. Köstlich waren auch die als Schäfchen verkleideten Kinder, die sich um das künstliche Feuer scharten und der Koch mit dem misslungenen Tee. Es folgten fröhliche Weihnachtsliedern «Gloria» und «oh du fröhliche» und das Mundartlied «Schiin i mis Härz». Begleitet wurden die tollen Lieder von Roger Nef am Klavier, Matthias Bertschi, Gitarre und von Pfefferstern-Jugendlichen mit Schlagzeug, Geige und Querflöten.

Diakon Matthias Bertschi legte das Geschehen auf der Bühne in seiner Kurzpredigt weiter aus und lud die Leute ein, selbst Weihnachten zu suchen. Die Friedensbotschaft habe auch heute noch ihre Gültigkeit. Die zahlreichen Besucher waren sichtlich berührt von dem Weihnachtsspiel und bedankten sich bei der Kindern und Leitern mit grossem Applaus.

Rund 70 Kinder erfreuten das zahlreiche Publikum mit dem fetzigen Weihnachtsspiel «Es Liecht i de Nacht», unter der musikalischen Leitung von Hélène Scheidegger.

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